01.10.2014 Neuwahlen beim Arbeitskreis Schule: Vorstandschaft wiedergewählt

Siegfried Wohlmann bildet zusammen mit seinen Stellvertretern Wolfgang Wild, Bürgermeister in Berngau, und Gerlinde Delacroix, stv. Bürgermeisterin in Berching, auch die nächsten zwei Jahre die Spitze des CSU-Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport. Unterstützt werden sie von Schriftführerin Stefanie Meier, den Beisitzern Helmut Lahner, Regina Burger, Heidi Frank und Dieter Gielow sowie Georg Kerl.

Zahlreiche Themen standen im Brennpunkt, besonders die Jahrzehnte alte Forderung nach mehr Leitungszeit für Schulleitungsmitglieder, die man auch durch ein eigenes Stundenbudget erzielen könne, so Helmut Lahner. Die Arbeitszeit der Verwaltungskräfte an Grund- und Mittel- wie Förderschulen müsse endlich dem verantwortungsvollen Aufgabenkatalog angeglichen werden. 66 Anträge auf erweiterte Schulleitung von Realschulen und Gymnasien wie beruflichen Schulen wurden 2013 /14 genehmigt. 2014/15 sind weitere 54 staatliche Schulen antragsberechtigt. Es stehe zu befürchten, dass Leiter von Grund- und Mittelschulen wieder nicht berücksichtigt werden und bei der Reform zu mehr Eigenverantwortung leer ausgehen, so Wohlmann.

Zur Inklusion informierte der Vorsitzende, dass die Staatsregierung diese Thematik besonders ernst nehme und sie in den kommenden Jahren intensiv fördern wolle. Mit den gegenwärtigen Haushaltsmitteln sei es jedoch fraglich, ob der große Wurf gelingen könne. Zu dieser Problematik findet am Montag, 17.November im Berghotel Sammüller, eine Podiumsdiskussion statt.

Bei Bayerns Ganztagesschulen, deren es im Landkreis derzeit 25 gebe, existiere nicht überall die gewünschte Qualität. An den meisten GTS in Bayern sei eine sichere Betreuungszeit am Freitagnachmittag und in Ferienzeiten Fehlanzeige. Deshalb die Forderung des AKS: „Wir brauchen bald einen Runden Tisch ganz oben mit denen, die täglich in der Schule ihren dienstlichen Aufgaben nachkommen, und Elternvertretern.“ Ohne eine Erhöhung der personellen und finanziellen Ausstattung blieben die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurück. Positiv vermerkte man, dass die Staatsregierung bis 2018 eine Ganztagesplatzgarantie für alle Schüler bis 14 Jahre schaffen wolle. Weiterhin würde es aber keine Verpflichtung geben.

Das leidige Thema G 8 / G9 beschäftigte auch die AKS-Mitglieder. Zurzeit könne man konstatieren, dass es keine deutliche Zufriedenheit über die Diskussion gebe, dass viele Schulleiter in Ruhe ihre Arbeit verrichten möchten, um den Schülern ständige Neuerungen und damit Unsicherheiten zu ersparen. Logistisch sei man teils an der Grenze zur Realisierung angekommen. Ein Nebeneinander von G 8 und G9 kaum machbar, in kleineren Gymnasien gar nicht denkbar.

Alle Problemfelder werde man bei der Landesversammlung im November zur Sprache bringen, sagte der Vorsitzende.