08.05.2015 Seniorenunion bangt um die Attraktivität des Stadtkerns

Die CSU-Seniorenunion befasste sich unter Leitung von Hela Buchner und Siegfried Wohlmann intensiv mit der aktuellen Lage im Kern von Neumarkt.

Seit Jahren setze sich die CSU ein für eine Aufwertung und Verbesserung der „Wohlfühlatmosphäre“ in der Stadtmitte. Mit Sorge verfolge man die schleichende Geschäftsaushöhlung der Seitenstraßen der Altstadt. Hier sei zuallererst die Stadtverwaltung mit ihrem Oberbürgermeister in der Pflicht, zeitnahe positive Optionen zu planen und vorzustellen. Sofort umgesetzt werden könnten, so auch die Grundüberzeugung der meisten Bürgerinnen und Bürger, die kostengünstige Reinigung der Plattenbeläge mit Austausch beschädigter Steinplatten, die Sanierung des unbefestigten Platzes am Unteren Markt, die Beseitigung schadhafter Bäume, wobei grundsätzlich nicht mehr Bäume gepflanzt werden sollten als vorhanden, wenn doch erforderlich, nur solche, die weniger Schmutz verursachen, die Umwidmung der Parkplätze in Schräglage aus Gründen der Verkehrssicherheit und letztlich eine gewisse Barrierefreiheit vor allem im Bereich der Geschäftseingänge. Dass der Pflasterbereich im Ganzen derzeit nicht zur leichten Bewältigung durch Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwägen, Radfahrer und älteren Menschen mit Gehhilfen beiträgt, ist mittlerweile allen einsichtig geworden.

Für und Wider gab es bei der Beurteilung der Vorschläge zur Durchfahrt durch die Fußgängerzone. Hier gibt es Argumente, die eine Öffnung nachvollziehbar machen. Andererseits schätzen die Fußgänger die Aufenthaltsqualität mit der Belebung durch viele Lokale und sehen die Beruhigung als positives Element und nicht wenige verwiesen auf beste Erfahrungen in anderen vergleichbaren Städten wie Weiden, Amberg, Deggendorf oder Straubing. Ziel einer bei Öffnung zu erwartenden erheblichen Mehrung des Durchgangsverkehrs mit Erhöhung der Verkehrsgefahren kann nicht im Interesse des Bürgers liegen.

Klar ist der Seniorenunion, dass all diese Vorschläge noch nicht den ganz großen Wurf einer Stadtentwicklungsplanung, wohl aber einen Ziel führenden Schritt darstellen.

Der Neue Markt wurde als Weiterentwicklungsstation, nicht zuallererst als negative Konkurrenz zu bestehenden Geschäften und Betrieben gesehen. Die beabsichtigte und schon sehr spürbare Attraktivität begrüße man und appellierte an die Geschäftsinhaber der Oberen und Unteren Marktstraße um Überlegung des Ziels einer höheren Attraktivität ihres Betriebes.

Große Anerkennung fanden bei den Senioren die bisherigen Bemühungen des Tourismusverbandes, des Gaststättenverbandes, des Einzelhandels und anderer Organisationen. In gemeinsamer Verantwortung demokratisch zu entscheiden, wäre die Vorstellung der CSU-SU.