15.09.2015 CSU-Gesprächsrunde mit Anwohnern um den Neuen Markt: Parken - wo?

Parken rund um den Neuen Markt: Viele Vorschläge, aber vorerst ist Geduld gefragt

„Der Neue Markt ist da – wo parken die Autos?“ Zu dieser durchaus brisanten Frage hat die CSU-Fraktion mit Markus Ochsenkühn, Elfriede Meier und Helmut Jawurek die Anwohner rund um den Neuen Markt zum Informationsgespräch in den Unteren Ganskeller geladen, der die Besucher kaum fassen konnte.

Nicht ganz leicht hatten es die Vertreter der Fa. Max Bögl und der Polizei auf Grund der hohen Erwartungshaltung der Anwesenden. Fraktionsvorsitzender Markus Ochsenkühn gab eingangs das Ziel vor: In einem sachlichen Miteinander wolle man praktikable und vernünftige Lösungen im Kompromiss suchen und finden.

Helmut Jawurek moderierte den Abend und sprach von berechtigten Ängsten und Bedenken, die Geschäftsleiter Johann Braun und Projektleiter Christoph Meier von der Fa. Bögl aufzunehmen suchten. Nach kurzer grundsätzlicher Erläuterung anhand eines Gesamtübersichtsplanes gestand Meier zu, dass es Gesprächsbedarf gebe. Es gehe um eine annehmbare Parkregelung, wobei klar wurde, dass nicht alle Anwohner, Besucher, Kunden und Mitarbeiter gleichzeitig auf den Straßen um den Neuen Markt ihr Auto abstellen können.

Auf Grund der Zahl der Stellplätze in den Tiefgaragen mit 406 in der großen, mit 135 in der kleinen und mit 23 separaten für Mitarbeiter dürfte der Drang nach Suche außerhalb eher gering sein, was von den Diskussionsteilnehmern angezweifelt wurde. Auf Nachfrage bestätigten die Bögl-Vertreter, dass in einer Vereinbarung zwischen der Fa. Bögl und dem Landratsamt die Nutzung von ca. 100 Plätzen am Wochenende vorgesehen ist.

Zur Tarifstruktur informierte Meier über die Kosten von 1.- Euro pro Stunde bis maximal 5.- Euro pro Tag. REWE und Media-Markt würden ihren Kunden eine Stunde kostenlos anbieten. Der Kinobetreiber verlange pauschal 1,50 Euro. Um den vermutlichen Ansturm von Donnerstag, 17.09., bis Samstag, 19.09., besser bewältigen zu können, solle ein Shuttle-Bus zum Volksfestplatz zwischen 9 Uhr und 18 Uhr eingesetzt werden.

Zur Frage der Hoteleröffnung äußerten manche die Befürchtung, dass dann noch mehr Plätze wegfallen könnten. Eröffnungstermin sei der 10. Januar 2016, wie Johann Braun informierte. Die Frage nach der Zahl aller Mitarbeiter im Komplex konnte niemand exakt beantworten.

Eine Teilnehmerin äußerte die Sorge, dass bei zugeparkten Straßen weder die Anwohner noch die Besucher Platz fänden und schon gar nicht die Straßenreinigung wie die Müllabfuhr fahren könnten. „Wie soll eine Regelung ausschauen?“ fragte sie. Dazu erläuterte Helmut Jawurek kurz den von der CSU frühzeitig gestellten Antrag, eine zusätzliche Tiefgarage mit ca. 200 Plätzen zu bauen. Jedoch fand dieser keine Mehrheit im Stadtrat, obgleich die Fa. Bögl ihn unterstützte. In diesem Zusammenhang verwiesen die CSU-Stadträte auf einen Antrag der CSU-Fraktion, in der Dr.Grundler – Straße ein Parkdeck zu errichten, ebenso wie in Krankenhausnähe. Eine denkbare Erleichterung hätte ggf. eine Einstundenparkzeit mit Parkscheibe in der Umgebung gebracht, die rechtlich höchst umstritten sei. Diese Art von Lösung wäre aber für die Anwohner wie auch für Beschäftigte des Komplexes unpraktikabel.

Helmut Lukas, Polizeioberrat und Leiter der Polizeiinspektion Neumarkt, brachte das Problem auf den Punkt: „Es wird kein Patentrezept geben.“ Im Übrigen sei die Polizei nicht zuständig für Entscheidungen, könnte nur beratend tätig sein. Wenn Regelungen getroffen werden, müssten sie zentral für alle gelten. Grundsätzlich könnten Anlieger parken. Jeder, der ein Anliegen, z. B. den Kauf eines Objekts hat, könne sein Auto abstellen, also seien Kunden auch Anlieger. Jeder Eigentümer könne jedoch unmittelbar vor seiner Einfahrt parken. Lukas plädierte für eine Beobachtungszeit und sagte die Prüfung des Einsatzes eines Verkehrszählgerätes zu, appellierte gleichzeitig an Besucher des Neuen Marktes, das Parkhaus zu benutzen.

Auch Geschäftsleiter Braun wie Projektleiter Meier schlugen vor, nach einer gewissen Zeit, etwa Januar / Februar, Fakten zu bewerten, um dann Maßnahmen zu ergreifen. Falls Anwohner die tagsüber von Beschäftigten zugestellten Parkplätze wahrnehmen, sollten sie den Kontakt zur Fa. Bögl im Hause suchen, die dann mit den Arbeitnehmern gemeinsam nach Lösungen suchen würde. Keine Zustimmung fand der Vorschlag mehrerer Anwohner, in den Parkgaragen kostenfrei parken zu dürfen, um die Nebenstraßen zu entlasten. Der Vorschlag einer Nutzung der Tiefgarage unter dem Landratsamt fand Beachtung bei Braun und Meier und die Antwort, darüber könne man reden.

Elfriede Meier brachte einen von vielen begrüßenswerten Vorschlag, den Schwarzachweg für die Durchfahrt zu sperren. Das bedeute zwar kleine Umwege für Anlieger, aber auch mehr Verkehrsruhe. Schließlich forderte ein Teilnehmer Zusagen von den Vertretern der Fa. Bögl, die jedoch nicht gegeben werden konnten.

Markus Ochsenkühn fasste für die CSU zusammen und kündigte eine erneute Gesprächsrunde mit Anwohnern nach der Beobachtungszeit in ca. 6 Monaten an.

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