05.07.2016 Das Markenzeichen der UPW im Neumarkter Stadtrat ist das völlige Fehlen von Visionen

Die Tonart, die seitens des Pressesprechers der UPW gegenüber dem ehemaligen Oberbürgermeister Alois Karl angeschlagen wird, darf als respektlos und fern jeder fairen Umgangsart bezeichnet werden. Immerhin ist es Alois Karl im Jahr 1995 gelungen die Landesgartenschau nach Neumarkt zu holen, sie innerhalb von 3 Jahren auf die Beine zu stellen und zu einem großen Erfolg zu machen. Das alles wurde getan ohne die Verwaltung an die „Grenzen ihrer Belastbarkeit“ zu bringen und ohne die Finanzen der Stadt zu ruinieren. Es wurde eben gut organisiert und zielgerichtet gearbeitet. Eine vergleichbare Leistung kann unser jetziger UPW Oberbürgermeister nicht vorweisen.

In ihrer Stellungnahme zum Stadtratsbeschluss für die Bewerbung zur Landesgartenschau führt die UPW aus, dass man 1998 nicht mit dem Jahr 2016 vergleichen kann. Das ist insofern richtig, weil heute die für ein solches Vorhaben erforderlichen Eigenschaften wie Mut, Tatkraft und Phantasie nicht mehr vorhanden sind. Man könnte in der Tat in „Nostalgiegedanken verfallen“, wenn man an Zeiten zurückdenkt, in der diese Eigenschaften das Markenzeichen der Stadtspitze waren und diesbezüglich kann man 2016 wahrlich nicht mit 1998 vergleichen.

Die Landesgartenschau, für die man sich jetzt bewerben will, findet im Jahr 2022 (!) statt, also in 6 Jahren. Sie kann auf Teilen des ehemaligen Flugplatzgeländes stattfinden, dass sich momentan noch nicht vollständig im Besitz der Stadt befindet, aber im verbleibenden Zeitraum erworben werden kann. Dieses Gelände ist die letzte Fläche, auf dem eine innerstädtische Entwicklung im großen Stil stattfinden kann und in ihrem Herzen soll eine weitläufige Grünzone entstehen. Was spricht dagegen, diese Grünzone für eine Landesgartenschau zu verwenden, sich im Vorbeigehen einen Teil der Baukosten in Form von Zuschüssen vom Freistaat Bayern abzuholen und quasi im Vorgriff eine ohnehin geplante Baumaßnahme anspruchsvoll umzusetzen? Es wäre ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Das Markenzeichen der UPW im Neumarkter Stadtrat ist eben das völlige Fehlen von Visionen, Mutlosigkeit und eine weitgehende Konzeptlosigkeit hinsichtlich einer künftigen Stadtentwicklung. Soll sich etwa die künftige Politik auf das Erfüllen „punktueller Wünsche“ reduzieren?

Die CSU will, dass Neumarkt auch in Zukunft eine „gesunde und prosperierende Stadt“ bleibt. Doch dazu gehört eben auch der Wille zur Tat, sowohl 1998 als auch im Jahr 2016.

Robert Renker, Stadtverbandsvorsitzender CSU Neumarkt

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