16.07.2016 Neumarkter Ehepaar Bösl wird für 70 Jahre Treue zur CSU geehrt

Die CSU Neumarkt freute sich, dass sie das Ehepaar Hubert und Hildegard Bösl (Bildmitte) für 70 Jahre Treue zur Partei ehren konnte. An der Ehrung nahmen teil: stellv. Landrätin Heidi Rackl, CSU-Stadtverbandsvorsitzender Robert Renker, Bürgermeister a.D. Arnold Graf, MdEP Albert Dess, CSU-Ortsvorsitzende Stefanie Meier, CSU-Kreisvorsitzender Alois Karl, MdB; CSU-Bezirksvorsitzender Albert Füracker, MdL; Alt-OB Kurt Romstöck, Landrat Willibald Gailler und CSU-Kreisgeschäftsführer Siegfried Wohlmann.

Ein ganz besonderen Anlass gab für die CSU Neumarkt zum Feiern: Seit 70 Jahren sind die Eheleute Hildegard und Hubert Bösl in der CSU aktiv. Beide sind unabhängig voneinander im Jahr 1946 in die CSU eingetreten. Dies nahm die CSU Neumarkt zum Anlass für eine kleine Feier im Gasthaus Wanke.

Zunächst würdigte CSU-Kreisvorsitzender Alois Karl, MdB, die Jubilare. Er berichtete, dass sich das Ehepaar bereits seit 1946 für das Wohl der Stadt Neumarkt eingebracht hat. Beide arbeiteten in der Stadtverwaltung, Hubert Bösl zuletzt als Kämmerer in einer Zeit, in der Alois Karl das Amt des Leiter des Rechtrats bekleidete: „Die Bösls stehen für eine Zeit, in der unter der Führung der Oberbürgermeister Theo Betz, Kurt Romstöck und mir die Aufgaben größer wurden, Neumarkt mit 9 Gemeinden im Rahmen der Gebietsreform erweitert wurde und diese Weiterungen zu gestalten war. Dennoch ist es gelungen, dass zugleich der Wohlstand gewachsen war. Das hat mutige Entscheidungen gefordert. Die haben neben den Entscheidungen von CSU-Oberbürgermeistern und der CSU-Stadtratsfraktion aber stets darauf basiert, dass es Menschen gab, die diese Entscheidungen mit vorbereitet, nach außen vertreten und umgesetzt haben.“ Das Ehepaar Bösl habe zu den wichtigen Netzwerken in Neumarkt gehört, die Neumarkt so positiv gestaltet haben, auch wenn sie dies eher aus dem Hintergrund betrieben haben. Gerade bei vielen Grundstücksverhandlungen habe sich gezeigt, dass Hubert Bösl stets ein gutes Gespür für das Sinnvollen und Machbare hatte. Das zeige einmal mehr, dass der Erfolg viele Väter habe. Dafür verdienten Hubert und Hildegard Bösl großen Respekt und Anerkennung.

Der CSU-Bezirksvorsitzende Albert Füracker überbrachte einen Gruß und eine Ehrentafel des CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer an die Jubilare. In seiner Laudatio ging er vor allen darauf ein, wie mutig es 1946 gewesen sein, sich über die CSU für einen Wiederaufbau der zerstörten Stadt Neumarkt und Bayerns einzubringen. Diese Treue zur CSU auch in sicher manchmal schwierigen Phasen sei vorbildlich, betonte Albert Füracker, als er die Anstecknadel mit 7 silbernen Sterne an Hubert und Hildegard Bösl aushändigte.

Danach ergriffen Landrat Willibald Gailler und MdEP Albert Deß und würdigten die Leistungen des Ehepaars. Landrat Willibald Gailler ging auf die Zeit von 1946 ein, die damals noch von der Rationierung von Lebensmittel und damit einhergehenden Schwarzhandel geprägt war. Albert Dess betonte, welch große Herausforderungen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Neumarkt bestanden. Davon habe sein Großonkel, der von der US-Administration 1945 als Bürgermeister in Schafhof eingesetzt wurde, gerne erzählt.

Alt-Oberbürgermeister Kurt Romstöck berichtete dann über die Zusammenarbeit mit Hubert Bösl. Dieser sei sein bester Mitarbeiter gewesen, der viele der Erfolge mit möglich gemacht habe, von denen Neumarkt noch heute zehre. Diese Aussage untermauerte er mit interessanten Internas zu den Gesprächen über die WASAG, den Erwerb des Blomenhof- und Habersmühleareals oder zu Verhandlungen mit der Regierung der Oberpfalz zum Inneren und Äußeren Ring.

Hubert Bösl nutzte die Gelegenheit selbst kurz auf die Umstände für sich und seine Frau zurückzublicken, die sie 1946 dazu bewegt hatten in die sehr junge CSU einzutreten. „Ich habe während des 2. Weltkrieges und dann nach meiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Italien sehr viel Elend gesehen. Mit der NSDAP konnte ich nicht anfangen. Aber ein Christlicher und Sozialer Ansatz, der 1945 als Basis für die CSU gesehen wurde, der hat mich überzeugt. Wir haben darauf vertraut, dass wenn man diese beiden Ansätze, die wir aus unseren jeweiligen Elternhäusern kannten, verfolgen würde, dann könne nicht schiefgehen.“