04.05.2017 Baustellenmanagement in Neumarkt grenzt an Schikane!

Martin Willjung, Richard Graf und Ferdinand Ernst.

CSU sieht Verkehrssituation in Teilen des Stadtgebiets nicht weniger als desaströs.

Der CSU Ortsverband Neumarkt-Stadtosten bedauert zunehmend die Verkehrs- und Baustellensituation im Gebiet des „Stadtostens“. So lassen einige Entwicklungen (im Gebiet zwischen Stadtkern und dem Föhrenweg) bereits die Arbeits- und Schulwege zu wahren Herausforderungen werden.

„Selbstverständlich sind Baustellen nötig, um eine Stadt weiterzuentwickeln“, stellt der Ortsvorsitzende Martin Willjung klar. „Das weiß auch die CSU!“. Viel eher stört man sich an der nicht zufriedenstellenden Koordination der verschiedenen Projekte. „Warum reißt man fast exakt auf den Tag genau gleichzeitig die Mühlstraße und die, in dem offiziellen und an alle Haushalte verteilten Flyer als wichtigste Umleitung erkennbare, Friedenstraße auf?“, zeigt sich Stadtrat Richard Graf fassungslos. „Das hat mit Baustellenmanagement nichts zu tun. Das ist schlicht und ergreifend schlecht geplant.“

Geradezu irrsinnig erscheint in diesem Zusammenhang die Information, dass die Friedenstraße zu diesem Zeitpunkt gar nicht dringend bearbeitet hätte werden müssen, sondern lediglich turnusgemäß zur Renovierung auf der Agenda steht. Sicherlich hätte sich diese Straßensanierung auch vor oder nach der sowieso schon belastenden „Ganzjahresbad-Verkehrsbehinderung“ durchführen lassen können. Zu der durch den Bau des neuen Bades entstehenden Baustellensituation stellt Stadtrat und Anwohner Ferdinand Ernst eine entscheidende Grundsatzfrage: „Dass bei einem Neubau dieser Größenordnung mit vorübergehenden Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, leuchtet ein. Eine dauerhafte Sperre einer für den Osten Neumarkts so wichtigen Erschließungsstraße für zwei komplette Jahre ist in dieser Form jedoch nicht vertretbar!“

Ein weiteres Ärgernis stellt zudem der augenscheinlich wenig durchdachte Ablaufplan der verschiedenen Sperrungen im Umfeld des Ganzjahresbades dar. Beispielsweise wurde noch genau rechtzeitig vor dem ausgedehnten Osterwochenende die Sandstraße - seit neuestem leider eine wichtige Verbindungsstraße - zwischen der Egerländer und der Seelstraße vollständig gesperrt. Dass die Bauarbeiten erst einige Tage nach Ostern begannen, störte hierbei dennoch niemanden.

Von vielen Anliegern auf diese untragbare Situation angesprochen, hätte der CSU Ortsverband gerne einen kompetenten Ansprechpartner aus der Stadtverwaltung zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und hat dazu den Stadtbaumeister schriftlich angefragt. Leider ist aber weder er persönlich noch einer seiner Mitarbeiter zu einer Bürgerbeteiligung in dieser Form bereit. Er stehe für Parteiveranstaltungen nicht zur Verfügung, bittet der Stadtbaumeister in seiner Antwort um Verständnis. Doch das Internet vergisst nichts: Noch vor wenigen Jahren betitelte eine Neumarkter Tageszeitung ein UPW-Bürgergespräch: „Stadtbaumeister plaudert aus Nähkästchen.“