16.06.2017 Schlechte Planung oder bewusste Schikane?

Schlechte Verkehrsplanung erreicht neuen Höhepunkt!

Bereits vor einigen Wochen beschäftigte sich der Ortsvorstand der CSU Neumarkt-Stadtosten mit der heiklen Verkehrssituation für die Anwohner im Osten der Stadt. Neben der gleichzeitigen Sperrung von Frieden- und Mühlstraße, die nach Ansicht der CSU leicht vermeidbar gewesen wäre, stand auch die durchgehende Totalsperrung der Mühlstraße für über zweieinhalb Jahre auf der Agenda.

So stellte Stadtrat Ferdinand Ernst schon vor einigen Wochen die berechtigte Frage, ob die Mühlstraße denn wirklich für einen so langen Zeitraum ununterbrochen gesperrt bleiben müsse. „Inzwischen wissen wir es besser“, bewertet der OB-Kandidat der CSU Richard Graf die nicht zufrieden stellende Situation. „Bereits seit mehr als 3 Wochen finden in der Mühlstraße keinerlei Straßenbauarbeiten mehr statt. Sie ist also theoretisch ohne Einschränkungen befahr- und nutzbar.“ Trotz einer gewissen Redundanz will die CSU erneut betont wissen, dass sie absolutes Verständnis für die zwingende Notwendigkeit von Baustellen und Straßensperren hat. „Uns geht es nicht um populistische Parolen, sondern um die zwingende Notwendigkeit geschickter Planungen. Ein für die Bevölkerung verträgliches Baustellenmanagement ist für eine Stadt dieser Größe unerlässlich“, ist sich der Ortsvorsitzende Martin Willjung sicher.

Bei einem Ortstermin überzeugte sich auch der Stadtverbandsvorsitzende von der derzeitigen Situation. „Es herrscht große Unsicherheit. Einige Anwohner fahren inzwischen trotz der Sperrung durch die Mühlstraße. Viele andere halten sich an die Umleitung. Die Situation ist schlicht chaotisch und durch die eigentlich überflüssigen Absperrzäune oft sogar gefährlich“, so Stadtrat Marco Gmelch. „Wir sollten bei so umfangreichen Projekten darauf achten, dass Straßen nur dann gesperrt werden, wenn es auch tatsächlich nötig ist. Dafür braucht es ein durchdachtes und flexibles Baustellenmanagement. Sonst werden Anwohner und Anlieger bewusst gegängelt“, meint Richard Graf.

« Zurück