24.07.2017 CSU fordert mehr Transparenz beim Thema Trinkwasser

CSU-Stadtrat Richard Graf fordert objektive Betrachtung / Dezentrale Lösungen nicht wirtschaftlich

Der Kalk-Anteil des Neumarkter Trinkwassers bereitet vielen Bürgern Sorge. Die CSU-Fraktion um Richard Graf fordert deshalb die Stadtspitze auf, sich dem Problem zu stellen und die Sache transparent aufzuarbeiten. Die Trinkwasserversorgung sei zu wichtig, um sie erst im nächsten Jahr wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Seit Jahren herrscht beim Thema Trinkwasser Unklarheit in Neumarkt. Die Tatsache, dass dem Neumarkter Trinkwasser auch Wasser von der Laber-Naab-Gruppe beigemischt wird, verunsichert viele Bürgerinnen und Bürger in Neumarkt. Viele Haushalte klagen seitdem über Probleme mit verkalkten Wasserleitungen. „Als Stadtrat müssen wir uns diese Entwicklung genau anschauen“, stellt CSU-Mann Richard Graf fest. „Alle Aussagen müssen jetzt auf einen Tisch. Dann können wir die Pro und Contras gegenüberstellen und Klarheit schaffen.“

Vor allem im Bad und in der Küche treten die Probleme zu Tage: der Duschkopf und die Kaffeemaschine müssen seit geraumer Zeit verstärkt gereinigt werden, so der Eindruck vieler Neumarkter. Sie glauben, dass dies am Mischwasser liegt, dass die Stadtwerke aus der Miss und dem zugekauften Wasser der Laber-Naab-Gruppe liefern. Diese beiden Wässer besitzen verschiedene Härtegrade. Im Endeffekt führt dies dazu, dass das Wasser in den Wasserleitungen besonders leicht auskalkt. „Dass die Nachfragen aus der Bürgerschaft von der Stadt ignoriert werden, ist nicht akzeptabel“, so der CSU-Stadtverbandsvorsitzende Marco Gmelch. „OB Thumann will hier vor der Wahl kein heißes Eisen mehr anfassen. Das ist aber verantwortungslos. Wir wollen das Thema auf die Tagesordnung bringen.“

Im November 2016 hatte der Werksenat den Bau einer Entkalkungsanlage abgelehnt. Das Gremium sah für den Bau einer solchen Anlage zu der Zeit keine Notwendigkeit. „Diese Entscheidung sollten wir nun auf den Prüfstand stellen,“ so OB-Kandidat Richard Graf von der CSU. „Damals wurde ausdrücklich auf die Formulierung „derzeit abgelehnt“ Wert gelegt, um auf Veränderungen reagieren zu können.“ Da es jetzt viel Verunsicherung in der Bevölkerung gibt, ist es nun an der Zeit, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen.

„Weil viele Hausbesitzer nun selbst eine Wasserenthärtungsanlage in ihr Haus einrichten wollen, muss der Stadtrat sich diesem Thema erneut stellen“, fordert Graf weiter. Eine dezentrale Lösung des Problems sei nicht wirtschaftlich. Zudem würde auf die Stadt eine neue Herausforderung zukommen: In den Klärwerken würde sich dann eine große Menge Enthärtersalz aus den vielen privaten Anlagen ansammeln. Das sei erstens nicht ökologisch und würde zweitens der Stadt weitere Kosten aufbürgen. „Ich stehe nicht für Ergebnisse, die ein Problem lösen aber ein anderes schaffen. Es ist daher höchste Zeit, dieses Thema anzugehen und die Argumente transparent gegenüberzustellen,“ so Graf.

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