20.04.2018 Parkraum in Neumarkt: Gesamtverkehrskonzept wird endlich angegangen

Seit 2016 fordert die CSU ein Parkraumkonzept, das jetzt endlich Realität wird / Bürgerhaus Pölling wird den Anforderungen des Stadtteils nicht gerecht, aber besser so als gar nicht.

In Neumarkt dauern Themen scheinbar etwas länger. Anders ist es für die CSU-Fraktion im Neumarkter Stadtrat nicht zu erklären, dass bei der nächsten Sitzung drei Themen auf der Tagesordnung stehen, die schon längst hätten gelöst werden können und sollen: Der Parkraum ums Ganzjahresbad, das Bürgerhaus in Pölling und die Überörtliche Rechnungsprüfung.

Das brisanteste Thema ist sicher der „Kommunale Prüfungsbericht 2010-2015“. Schließlich wartet die Kommunalaufsicht am Landratsamt auf die Stellungnahmen der Stadt zu den beanstandeten Themen. „Der Bericht gibt Diskussionsbedarf für eine ganze Sitzung“, erklärt Marco Gmelch. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses im Stadtrat ist unglücklich darüber, dass der Oberbürgermeister (OB) das Thema als Letztes einer langen Tagesordnung mit neun weiteren Punkten gesetzt hat. Er hat eine Sondersitzung vorgeschlagen, die sich nur mit den Ergebnissen aus dem Rechnungsprüfungsausschuss befasst. „Ich möchte, dass wir die kritisierten Punkte sachlich diskutieren – und zwar alle“, so Gmelch weiter. Nur so könnten die Stadträte fundierte Entscheidungen treffen.

Parkraum im Gesamtverkehrskonzept

Etwas mehr Bewegung gibt es beim Thema Verkehr in der Stadt. „Nachdem die CSU-Fraktion diese lange gefordert hat, wird das Thema Gesamtverkehrskonzept nun endlich angegangen“, erklärt CSU-Fraktionschef Markus Ochsenkühn. Damit überwinde die Stadt auch die Vielzahl von Insellösungen und Einzelprojekten, die nebeneinanderher geplant wurden. So habe man in der Vorlage für die Sitzung am Montag zahlreiche Punkte gefunden, die die CSU bereits länger fordert und die nun endlich im Gesamtzusammenhang betrachtet werden. „Unsere Idee ist es schon lange, die grundsätzliche Betrachtung zu machen und daraus dann das richtige Vorgehen für die Einzelmaßnahmen abzuleiten“, sagt Ferdinand Ernst. Dann werde sich auch die Situation für die Bürgerinnen und Bürger von Neumarkt konkret verbessern – und das sei schließlich das Ziel der CSU-Fraktion im Stadtrat.

Bürgerhaus Pölling nach Schrumpfkur

„Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“, sagt Stadtradt Richard Graf. Er hatte die ursprüngliche Planung in enger Abstimmung mit der Pöllinger Bevölkerung auf den Weg gebracht und auch die Nutzungsmöglichkeiten entsprechend abgesteckt. Nachdem der OB das Thema Bürgerhaus Pölling zur Chefsache erklärt hat, wurde die bisherige Planung umgeworfen und eine neue Version erstellt. Die orientiert sich aber nicht in erster Linie an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort, sondern an Förderrichtlinien. So sei von der ursprünglichen Nutzungsidee nur mehr ein Bruchteil übrig, erklärt Graf: „Was nützen uns 90 Prozent Förderung, wenn dadurch die gewünschte Nutzung leidet?“ Dennoch werde er der Vorlage zustimmen, denn in Pölling sei ein zentraler Treffpunkt notwendig.

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