60 Jahre „Näher am Menschen“ – CSU Stauf feiert Jubiläum

Franz und Anni Hierl (Mitte) mit den Ehrengästen - Foto: Moritz Neumüller

Zum Jubiläum des CSU-Ortsverbands Stauf kamen zahlreiche amtierende und ehemalige politische Würdenträger in Schützenhaus des Neumarkter Stadtteils. Dort wurde erinnert, geschmunzelt und gefeiert.

Bereits zum Dankgottesdienst in der Kirche St. Walburga waren viele Mitglieder des Stadtrates und CSU-Stadtverbands zu Gast. Pfarrer i.R. Wolfgang Niebler zelebrierte die Messe, bei welcher der verstorbenen Mitglieder des Ortsverbands gedacht wurde. Die Blaskapelle Dirnhofer sorgte für eine würdige musikalische Umrahmung.

Auch wenn der Festzug zum Schützenhaus einem Regenschwall zum Opfer fiel, konnte der weltliche Teil der Feier traditionsgemäß mit der Bayernhymne eingeleitet werden. Aufgrund der Gewalttat in Berngau, die drei Tage vorher den gesamten Landkreis erschütterte, wurde das Programm kurzfristig angepasst. Ein Gedenkmoment und die Widmung der Feier „allen Personen, die sich ehrenamtlich und beruflich zum Wohle ihrer Mitmenschen und zum Gelingen unseres Staatswesens einsetzen“, wie es der Ortsvorsitzende, Stadtrat Luis Urban ausdrückte, setzte den Ton. Auch die folgenden Reden und Grußworte verwiesen mehrmals auf die Ehrung der Verstorbenen und das mahnende Andenken.

Appell an den Zusammenhalt

Zu Beginn konnte Urban als Ehrengäste den Neumarkter Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, CSU-Kreisvorsitzende MdB Susanne Hierl, Kreisrat und stv. Landrat Bürgermeister Josef Bauer, Bezirksrätin Heidi Rackl, Bürgermeister und CSU-Stadtverbandsvorsitzenden Marco Gmelch, die stv. Stadtverbandsvorsitzenden Hildegard Naumann und Florian Basel, CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Peter Ehrensberger sowie Altoberbürgermeister und MdB a.D. Alois Karl und Stadtrat a.D. Franz Hierl begrüßen. Ein starkes Zeichen des Zusammenhalts war die Anwesenheit von Vereinsvertretern der Sportler, Schützen, Feuerwehr, Jagdgenossenschaft und des OGV.

Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn betonte die Bedeutung der Kommunalpolitik für den Alltag der Menschen, denn diese sei die unmittelbarste Form der Politik. Bundestagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Susanne Hierl erinnerte an die Herausforderungen, welche es gerade zu meistern gelte und die daraus folgende Notwendigkeit von Reformen. Mit gemeinsamer Anstrengung könne man jedoch auch diese Hürden meistern und dadurch nachfolgenden Generationen ein gutes Leben ermöglichen, ist sich Hierl sicher. Bezirksrätin Heidi Rackl unterstrich die Bedeutung der Volkspartei für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die gegenseitige Fürsorge. Stadtverbandsvorsitzender Marco Gmelch bedankte sich bei der Vorstandschaft des Ortsverbands Stauf für die wichtige Arbeit an der Basis, welche die Grundlage für die Erfolge der CSU bilde.

Ehrenraute für verdienten Staufer

In einer humorigen Laudatio blickte Altoberbürgermeister Alois Karl in die Zeit seiner eigenen politischen Anfänge zurück. An seiner Seite war damals als junger Politeinsteiger der Lehrer Franz Hierl, gebürtig aus Litzlohe. Zuerst als Ortssprecher und danach im Stadtrat nahm Franz Hierl die Geschicke des noch jungen Stadtteils Stauf in seine Hände und konnte durch hervorragende Zusammenarbeit viele bedeutsame Projekte begleiten, u.a. den Bau des Wasserhochbehälters, des neuen Feuerwehrhauses, der Vereinsheime für Sportler und Schützen, des Spielplatzes und der Staufer Kirche, um nur einige zu nennen. Aufgrund dieser Leistung und seines weiteren langjährigen politischen und gesellschaftlichen Wirkens wurde Franz Hierl feierlich mit der Ehrenraute der CSU ausgezeichnet. Ein großer Dank galt ebenfalls seiner Frau Anni, die ihn die ganzen Jahre über bei seiner Arbeit unterstützt hat.

Nach dem Mittagessen wartete noch ein besonderes Erlebnis auf die Gäste: Landwirt Bernhard Kopp, ein leidenschaftlicher Historiker, führte in einem bebilderten Vortrag durch die Geschichte des Ortes, von den Anfängen als Keltensiedlung über die turbulenten Zeiten des Königreichs Bayern bis zur Gemeindereform und der Gegenwart. Immer im Blick war dabei die Lage der einfachen Menschen vor Ort, ihre täglichen Sorgen und die Tücken der politischen (Selbst-)Verwaltung. (lu)

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