Zwei ganz unterschiedliche, aber gleichermaßen eindrucksvolle Besichtigungen standen kürzlich auf dem Programm der CSU Pelchenhofen: Der (mindestens) seit 1648 bestehende Zieglbauernhof der Familie Hollweck in Ammelhofen und das Entsorgungsunternehmen Peter Edenharder in Pilsach. Beide zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig regionale Wirtschaft funktioniert – von der nachhaltigen Landwirtschaft bis hin zum komplexen Kreislauf der Müllaufbereitung und -verwertung. Dabei konnten die Teilnehmer nicht nur Neues lernen, sondern auch viele persönliche Eindrücke mitnehmen.
Familie Hollweck: Von der Kälberaufzucht bis zum Eisbecher
Familie Hollweck nahm sich viel Zeit, ihren Betrieb vorzustellen und den Besuchern einen umfassenden Einblick in die Abläufe moderner Landwirtschaft zu geben. Vom Aufziehen der Kälbchen über die Milchproduktion bis hin zur eigenen Weiterverarbeitung in Frischkäse, Quark, Joghurt und sogar Speiseeis reicht die Bandbreite. Ein besonderes Highlight war deshalb die Verkostung der hofeigenen Produkte. Diese werden nachhaltig hauptsächlich in einer Papierverpackung angeboten.
Neben dem landwirtschaftlichen Kerngeschäft setzt die Familie auch auf nachwachsende Rohstoffe: Als Teilhaber einer Biogasanlage wird Wärme erzeugt, die den Hof nahezu autark macht. Trotz zahlreicher zusätzlicher Aufgaben von Peter Hollweck – unter anderem durch das Engagement in der CSU – gelingt es durch die Unterstützung von Frau Monika und der ganzen Familie, den Betrieb erfolgreich und zukunftsorientiert zu führen.
Müllverwertung als Hightech-Branche
Ein völlig anderes, aber ebenso faszinierendes Bild bot die Besichtigung der Müllaufbereitung von Peter Edenharder. Hier zeigte sich, wie viel Technik und Organisation hinter der Abfallentsorgung steckt. Neben der Sortierung von Altglas, Metall, Holz und Kunststoffen beeindruckte vor allem die große Trennmaschine für Papier. Diese filtert in vier Schritten andere Stoffe wie Kartonagen, Metall und Glas aus. Trotz des hohen Automatisierungsgrads ist anschließend eine manuelle Qualitätskontrolle trotzdem wichtig.
Das Unternehmen ist für die Abfallentsorgung des gesamten Landkreises verantwortlich und verfügt über einen entsprechend großen Fuhrpark. In der Zusammenarbeit mit verschiedenen Müllverwertern aus unterschiedlichen Teilbereichen werden etliche tausend Tonnen Müll im Jahr fachgerecht entsorgt. Besonders beeindruckend war auch die Sauberkeit vor Ort, die man als Laie nicht von einem Müllverwerter erwarten würde. So haben auch die regelmäßigen Qualitätskontrollen für die Zertifizierungsstellen hier hervorragende Sauberkeit bestätigt.
Fazit
Ob auf dem Bauernhof oder in der Müllverwertung: Beide Besichtigungen machten deutlich, dass regionale Betriebe mit Engagement, Innovationskraft und nachhaltigen Konzepten wichtige Beiträge zur wirtschaftlichen und ökologischen Zukunft leisten. (ff)