Neuer Bezirksbäuerin gratuliert – Diskussion über Klinikum

Die CSU-Kreistagsfraktionsmitglieder mit der Familie Hollweck und neu gewählter Bezirksbäuerin Rita Götz, sowie dem stellvrt. Bezirkspräsidenten Michael Gruber (Foto: H. Meyer)

Landkreis: die CSU Kreistagsfraktion befasste sich in ihrer Sitzung in erster Linie mit den Themen Energieerzeugung und deren Verteilung im Landkreis Neumarkt. Weiter wurde die neue Bezirksbäuerin Rita Götz, sowie dem stellvertretenden Bezirkspräsidenten und Fraktionsmitglied Michael Gruber gratuliert. Der letzte Schwerpunkt war das Klinikum Neumarkt.

Dem Fraktionsvorsitzenden Deinings früheren Bürgermeister Alois Scherer erfreute besonders, dass er zu dieser Fraktionssitzung die neue gewählte Bezirksbäuerin Rita Götz aus Thannhausen willkommen heißen konnte. Auch im Namen seines Stellvertreters Ferdinand Ernst und der Geschäftsführerin Ilse Werner und allen Fraktionsmitgliedern konnte er der Bezirksbäuerin recht herzlich gratulieren und die Zusammenarbeit für die bäuerlichen Themen, hierzu gehört auch das Energiethema, anbieten. In diesem Zuge wurde auch dem neu gewählten stellvertretenden Bezirkspräsidenten und Fraktionsmitglied Michael Gruber gratuliert. Beide betonten in ihren kurzen Grußworten die große Bedeutung und Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe, ob im Haupt- oder Nebenerwerb, ob konventionelle oder Bio-Bewirtschaftung. Alle Betriebsformen und Betriebsarten sind zur Nahrungsmittel – und Energieerzeugung, sowie zum Erhalt der wunderbaren Kulturlandschaft in unserem Landkreis ungemein wichtig.

Um hautnah die Energieerzeugung auf eine Biogasanlage zu erleben, wurde auf der Biogasanlage der drei Eigentümer Peter Hollweck, Martin Federhofer und Albert Hollweck (HFH) die Funktion eine Biogasanlage vorgestellt. Hierzu erläuterte Peter Hollweck gemeinsam mit seiner Frau Monika den Ablauf von der Befüllung mit Silage und Gülle bis zur Stromerzeugung bzw. deren Vermarktung. Beim Rundgang wurde sehr schnell deutlich, wie komplex gerade das Thema der zielgerichteten Einspeisung in das eigene bzw. Netz des Bayernwerkes ist. Die Familie Hollweck hat sich neben der konventionellen Landwirtschaft mit der Biogasanlage und vor allen mit der eigenen Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln zwei weitere Standbeine geschaffen. Gerade von Landrat Willibald Gailler wurde das übergroße Engagement der bäuerlichen Landwirtschaft im Bereich der Lebensmittelerzeugung und der Energiegewinnung hervorgehoben. Dem pflichteten die Bürgermeister Alexander Dorr, Horst Kratzer, Andreas Gruber, Eduard Meier, Michael Langner und Dr. Martin Hundsdörfer bei.

Passend nach der Besichtigung wurde von Dr. André Zorger und Stefan Leibl von den Bayernwerken die Netzsituation im Landkreis Neumarkt im Mittelspannungsbereich vorgestellt. An den insgesamt zehn Umspannwerken wird mittlerweile einiges an regenerativ erzeugten Strom eingespeist. In der Zukunft wird für das Bayernwerk die weitere überdurchschnittliche Einspeisung von Fotovoltaik – und Windstrom eine große Herausforderung, so der Kommunalkundenbetreuer. Auf Nachfrage vom Stadtverbandsvorsitzenden Marco Gmelch wird das künftige Investitionsvolumen die bisherigen Aufwendungen bei weitem überschritten. Problem sei mittlerweile auch die Umsetzung durch entsprechende Bauunternehmungen.

Neben den in den nächsten Sitzungen zu behandelnden Themen wurde in der Diskussion noch der mit Abstand größte Betrieb des Landkreises, dass kreiseigene Klinikum in Form eines Kommunalunternehmens geführt, angesprochen. Hier wurde vom Fraktionsvorsitzenden besonders auf die hohe Qualität der medizinischen Versorgung und die überdurchschnittliche Ausstattung hingewiesen. Gerade erst in jüngster Zeit wurden die OP Kapazitäten erweitert und der bestehende Bereich für über 10 Millionen € saniert. Der Hubschrauberlandeplatz wurde im letzten Stockwerk neu aufgesetzt und viele weitere Maßnahmen sind in der Umsetzung bzw. Planung.

Jedoch seien die mittlerweile 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das größte Kapital eines Unternehmens. Aus diesem Grund wurde bereits in der Vergangenheit und wird zukünftig noch mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeitergruppen eingegangen. Hinderlich seien leider Gottes die oft sehr schnelllebigen Vorgaben unserer Gesundheitspolitik. Auf diese stetig zu reagieren, bringt durchaus die ein oder andere Irritation mit sich. Gerade in diesem Bereich muss die Klinikführung ein besonderes Augenmerk legen, so der Tenor in der Fraktion. Den durchaus berechtigten Hinweisen der Mitarbeiter wird künftig noch mehr Bedeutung zukommen müssen – so der Fraktionsvorsitzende zum Schluss!

Mit Blumen und Weingeschenken wurde den Referenten und vor allen den neu gewählten Vertretern des Bauernverbandes besonders gedankt. Zum Schluss wurde noch auf die am 15. Oktober stattfindende Klausurtagung besonders hingewiesen.

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